Kalkschulter

Was ist eine Kalkschulter?
Unter einer Tendinosis calcarea (Kalkschulter) versteht man eine Erkrankung im Bereich der Schultersehnen, besonders der Supraspinatussehne. Als Ursache wird eine Minderdurchblutung der Rotatorenmanschette gesehen, die zur reaktiven Kalkablagerung an den Sehnenansätzen führt.

Krankheitszeichen für eine Kalkschulter könnten sein:
Schmerzen beim Liegen auf der betroffenen Seite
Belastungsschmerz
Schmerzen nach Überkopfarbeit
Plötzlicher Schulterschmerz ohne Auslöser
Bewegungsunfähigkeit des Armes (Pseudoparalyse)

Behandlung
Nur in wenigen Fällen ist es bei der Schulterverkalkung notwendig, eine Operation durchzuführen. Mit diversen nichtoperativen (konservativen) Maßnahmen kann eine Besserung erreicht werden.

Konservative Therapie
Eine Schonung, Kühlung und Gabe von Medikamenten (z. B. aus der Gruppe der NSAR = Nichtsteroidale Antirheumatika) kann eine erhebliche Linderung bringen. Betäubungsmittel oder Cortison können in die Schulter gespritzt werden. Sind die bewegungsabhängigen Schmerzen nicht (mehr) stark, so kann eine Krankengymnastik sinnvoll sein. Zu den weiteren Behandlungsmöglichkeiten gehören die Röntgenbestrahlung und die Akupunktur.
Als spezielle Methode kann sich eine Stoßwellenbehandlung (ESWT = Extrakorporale Stoßwellen-Therapie) für die Kalkschulter eignen. Stoßwellen sind energiereiche Schallwellen, mit denen eine Auflösung der Kalkdepots von außen erreicht werden kann.

Operation
Bei der arthroskopischen Operation wird das Kalkdepot vorsichtig angeritzt und abgesaugt. Diffus in die Sehne eingelagerter Kalk wird geneedelt (mit der Nadel angestochen), um vom Körper abgebaut werden zu können. Auch wenn ein nach der Operation angefertigtes Röntgenbild mitunter noch Kalkreste zeigt, löst sich der aktivierte Rest meist auf, was durchaus mit Schmerzen verbunden sein kann (meist 2-4 Wochen nach der Operation).

Kalkschulter Arthroskopie